Energie-News

Ölpreis schwankt zwischen Embargos und Konjunktursorgen (08.04.2022)

Ölpreis schwankt zwischen Embargos und KonjunktursorgenImmer noch stehen strategische Embargos und Sanktionen gegen russische Energieimporte im Raum. In einer EU-Resolution fordert eine Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament einen sofortigen Lieferstopp von Öl, Gas und auch Kohle aus Russland. Mit dem Einfuhrstopp von Energieprodukten wollen die Abgeordneten vor allem die russischen Oligarchen treffen. Die Embargos sind eine direkte Konsequenz für die Gräueltaten der russischen Armee an der ukrainischen Bevölkerung.

Trotzdem gaben die Ölwerte in den vergangenen Tagen nach. Das liegt unter anderem an weiteren Freigaben nationaler Ölreserven durch die internationale Energieagentur in der die größten Verbrauchsländer organisiert sind. Des Weiteren wird das Abrücken von der Nullzins-Politik durch die US-amerikanischen Zentralbank als erhebliche Konjunkturbremse gewertet, wodurch die Nachfrage in den USA zurück gehen könnte. Und auch Chinas weitereichende Eindämmungsmaßnahmen bei Corona-Ausbrüchen bleiben nicht ohne Folgen für die chinesische Wirtschaft und durch die entstehenden Lieferengpässe sind auch Auswirkungen auf andere Volkswirtschaften immer wahrscheinlicher.

Mit aktuell 97,29 US-Dollar je Fass für das US-amerikanische Rohöl und 101,73 US-Dollar je Fass für das europäische Brent, bleiben die Ölwerte weiterhin deutlich über den Werten vor dem Ukrainekonflikt, von den extremen Höchstwerten sind Sie allerdings mittlerweile genausoweit entfernt. Sollten die EU-Staaten die Resolution umsetzen, wobei hier wohl die meisten auf Deutschland schauen werden, sind erneute Höhenflüge wohl nicht auszuschließen.

Im Inland fallen die Preise für Heizöl mittlerweile langsam aber stetig und auch die steigenden Temperaturen, wenn auch bei Schmuddelwetter, dürften für Entspannung bei der Nachfrage sorgen.

Zurück zur Übersicht

rundel55jahre